Hinweise zum Thema Brandschutz
Bereits beim Entwurf eines Hauses müssen die Architekten vielfältige Aspekte zum Thema Brandschutz mit einplanen. So werden z.B. sichere Baustoffe und Konstruktionen gewählt, Fluchtwege für die Bewohner oder Zufahrten für Rettungsfahrzeuge vorgesehen.
Desweiteren sollten, obwohl sie noch nicht in allen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben sind, auch alle Rauchmelder im Vertrag enthalten sein - hier ist Eigeninitiative sehr ratsam.
Vor allem das Dach stellt einen empfindlichen und gefährdeten Teil am Haus dar. Der Dachstuhl ist aus Holz und daher kann sich ein Brand hier besonders schnell ausbreiten. Damit hier nichts passiert, sollten bereits beim Neubau oder bei der Sanierung die Maßnahmen und Vorschriften zur Brandvermeidung genau beachtet werden.
Auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach birgt potenzielle Gefahren:
Zum einen bilden die Module eine geschlossene Barriere, die der Feuerwehr den Weg zum Brandherd unter dem Dach versperrt und zum anderen produzieren die Module den ganzen Tag über Strom und stehen unter Spannung. Da sich diese extrem hohe Spannung nicht mal einfach so abschalten und entladen lässt, stellt sie im Falle eines Brandes eine gewaltige Gefahr für die Feuerwehrleute dar.
Um diese Gefahr abzuwenden, dürfen die Photovoltaikmodule nicht bündig aufgebracht, sondern sollten mit einem Abstand von 15 cm zueinander montiert werden. Durch die partiell offene Dachfläche wird der Feuerwehr der Zugang zum Brandherd erleichtert.
Aus sicherheitstechnischen Gründen ist diese zwar kostenintensivere Version mit der Einrichtung von Brandschneisen von den Bauherren auf alle Fälle zu bevorzugen.
