Folgen Sie uns

Damit Sie immer auf dem neusten Stand bleiben und teilhaben an spannenden Themen.
 
 
23.12.2011

Investitionen senken Energiekosten

Mit Investitionen und Einsatz von staatlichen Förderprogrammen den steigenden Energiekosten im Handwerksbetrieb entgegenwirken.

Beispiel anhand eines alteingesessenen Familienunternehmens:

Investition senkt Energiekosten in Betrieben› Herstellung von Nichteisen-Metallguss aus Kupfer und Aluminiumlegierung zur Weiterarbeit in Handwerk, Industrie und Maschinenbau 
› In 2008 wurden mit Maschinen, die nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik waren, 3000 Tonnen Metallguss produziert. Langsame Produktionsabläufe und unverhältnismäßig hoher Stromverbrauch ließen die Kosten explodieren.
›  Der Tausch von 3 Elektroöfen gegen einen Netzfrequenz-Induktionsrinnenofen, der 27% weniger Energie zum Schmelzen der Kupferlegierung braucht, wirkte sich äußerst positiv auf die Bilanz aus.
› Finanzierung mit einem Kredit der KfW über 500.000 € aus dem „Sonderfonds Energieeffizienz für kleine und mittlere Unternehmen“, womit die Anschaffung neuer und energieeffizienter Produktionsanlagen, Antriebe und Maschinen unterstützt wird, wenn diese mindestens 15% sparsamer sind als der Branchendurchschnitt. Ersatzanschaffungen müssen den Energieverbrauch im Vergleich zum eigenen Durchschnitt der letzten 3 Jahre um mindestens 20% reduzieren.
Förderfähig sind KMU, die mehrheitlich im Privatbesitz sind und die Investitionen in Deutschland vornehmen wollen.
› Zinsgünstige Kredite bis zu 10 Mio €
›  Finanzierung bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten
› Laufzeit bis zu 20 Jahre mit bis zu 3 tilgungsfreien Anlaufjahren.
›  Konzepterarbeitung für die neue Ofenanlage und deren Finanzierung mit Hilfe eines regionalen Kooperationspartners der KfW, der Energieagentur Mittelrhein.

Unternehmer denken bei Energieeffizienz überwiegend ökonomisch und weit weniger ökologisch. Umweltschutz wird meist als Investition ins Kerngeschäft gesehen. Im Hinblick auf die enorm ansteigenden Preise an den Energiemärkten werden sich langfristig speziell Unternehmen, die Energie und Material effizient einsetzen, am Markt behaupten können. Steigende Ausgaben für Strom, Gas und Öl belasten zunehmend die Kostenbilanzen der Unternehmen (Anstieg der Stromkosten seit 200 um 70%).
Die bisherige Optimierung der Personalkosten der Unternehmen wird jetzt verstärkt durch die Optimierung der Energiekosten ersetzt, wobei diese wesentlich schwieriger zu kalkulieren sind. Investitionen in energieeffiziente Maschinen bewirken einerseits die Senkung der Wartungskosten und andererseits die Erhöhung der Lebensdauer der Anlagen.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt beim Energiesparen ist die Imageverbesserung durch Umweltschonung (bisher haben überwiegend große Konzerne Umweltrichtlinien aufgestellt und umgesetzt, während die meisten kleineren Unternehmen oft noch mit veralteter Technik arbeiten)
Bis zu 30% Energieeinsparungen wären im industriellen Bereich möglich, wenn Unternehmen konsequent energieeffizient arbeiten würden.
Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz bedeuten zwar zunächst höhere Kosten, aber durch die steigenden Strompreise amortisieren sich diese immer schneller. Dennoch entscheiden sich mittelständische Unternehmen meist nur dann für energieeffiziente Anlagen, wenn sowieso neue Maschinen benötigt werden.

Häufigste Ursachen sind:
   

  • fehlendes Kapital
  • Zeitmangel
  • zu lange Amortisationszeiten
  • mangelndes Wissen der Unternehmer

Da viele Unternehmer die möglichen Sparpotenziale unterschätzen, bietet die KfW zu ihrem Umwelt- und Energiesparprogramm ergänzend auch die passende Beratung dazu an. Die KMU erhalten hierzu einen Zuschuss von bis zu 1.280 €.
Eine kompetente Beratung in Sachen Energieeffizienz und Finanzierung kann man mittlerweile auch bei vielen Banken erhalten. Das Interesse der Banken wird durch die stetig steigenden Kreditvolumina dokumentiert, wobei sich innerhalb von 2 Jahren allein die Zusagen aus dem KfW-Sonderfonds mehr als verdoppelt haben.
Der Hauptgrund für den Verzicht energiebewusster Mittelständler auf die Fördermittel liegt in den langen Bearbeitungszeiten der Banken.
Dagegen wird eine andere Finanzierungsform, das sog. Contracting immer bedeutender. Die neuen effizienteren Anlagen werden vom Energiedienstleister, der in der Regel zugleich auch der Energielieferant ist, finanziert und betrieben.
Dafür fließen die eingesparten Kosten zunächst über einen festgelegten Zeitraum größtenteils an den Dienstleister und erst danach fließt der komplette Profit aus der Sanierung in das Unternehmen.
Gerade einfache Methoden erzielen große Effekte:
In Büros und Produktionsstätten lassen sich rasch Einsparpotenziale entdecken.
Das Nutzerverhalten, ein entscheidender Faktor beim Energieverbrauch, ist allerdings technisch nicht beeinflussbar, sondern nur mittels Sensibilisierung der Mitarbeiter. Energieberater geben hier oft recht banale Tipps, die aber zu enormen Einsparungen führen, wie z.B. Ausschalten des PC-Monitors in über 30 Min. Arbeitspause, Aktivierung der Energiesparfunktion an Kopierern und Druckern, Nutzung des Treppenhauses statt des Aufzugs, Säuberung der Betriebshallen statt mit Druckluft mit Besen u.v.m.