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28.03.2011

Neue Förderprogramme für energetische Sanierungen ab März 2011

Auf der Internationalen Messe ISH 2011 in Frankfurt (= größtes internationales Forum für Bad-, Gebäude, Energie- und Klimatechnik), deren diesjähriger Schwerpunkt in der Präsentation innovativer Techniken aus den Bereichen Effizienz und erneuerbare Energien liegt, hat das Bundesumweltministerium die neuen Marktanreizprogramme für erneuerbare Energien (MAP) vorgestellt.

Da in Deutschland Gebäude einen Anteil von ca. 40% am Gesamtenergieverbrauch haben und die Kältetechnik einen Stromanteil von ca. 15% verbraucht, sind Fortschritte bei Wärme- und Kälteversorgung dringend nötig, um die im Energiekonzept vorgegebenen Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Die Energie-und CO² -Einsparpotenziale in diesen Bereichen sind enorm.

Zur Ankurbelung des Wärmemarkts der erneuerbaren Energien sind neue verbesserte Förderungen der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien ins Leben gerufen worden: hier wurden Änderungen in den Bereichen Solarkollektoren, Biomassekessel, Wärmepumpen und bei der KfW-Förderung vorgenommen.
Die neue Richtlinie ist unter www.bmu.de und www.erneuerbare-energien.de zu finden.

Eine wichtige Neuerung für Immobilienbesitzer ist, dass jetzt auch energetische Teilmodernisierungen, wie z.B. Einbau einer neuen Heizung, Dachdämmung oder Fensteraustausch im Rahmen des Förderprogramms „Energieeffizient sanieren“ vom Staat finanziell unterstützt werden. Dies kann entweder in Form eines Investitionszuschusses in Höhe von 5% (max. 2.500€ bzw. mögliche Verdoppelung bei einem Zweifamilienhaus) oder eines zinsgünstigen Kredits (Zinssätze liegen je nach Zinsbindung und Laufzeit zwischen 2,57 und 3,03%) in Anspruch genommen werden. Voraussetzung ist die eindeutige Reduzierung des Energieverbrauchs durch die Sanierungsmaßnahme, d.h. das Gebäude muss eine verbesserte Energiebilanz aufweisen.

Jeder Hausbesitzer kann individuell für sich entscheiden, ob er eine einmalige Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus oder mehrere Einzelschritte mit energieeffizienten Modernisierungsmaßnahmen bevorzugt. Durch zeitlich versetzte Sanierungsmaßnahmen kann die finanzielle Belastung gestreckt werden.
Nähere Infos unter www.kfw.de