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30.09.2010

Unempfindlichkeit von technisch getrocknetem Holz gegen Insekten

Vor etwa 100 Jahren hat man damit begonnen, im Holzbau technisch getrocknetes Nadelholz in Form von Brettschichtholz in größerem Umfang zu verwenden. Seitdem wurden in Deutschland über 20 Millionen Kubikmeter davon verbaut, europaweit mehr als 50 Millionen. Mindestens 90% von diesem Brettschichtholz erhielten keine Behandlung mit Holzschutzmitteln. Dennoch ist in Deutschland bis heute kein Fall bekannt, bei dem solches Brettschichtholz im Innenraumbereich und im nicht direkt bewitterten Außenbereich von Insekten befallen wurde. Zwei Feldstudien zur Untersuchung von Brettschichtholzträgern aus dem Jahr 1984 und 2001 bestätigen dies: Alle untersuchten Träger waren frei von Insektenbefall. Es liegt die Vermutung nahe, dass diese Unempfindlichkeit gegen Insekten auch bei anderen Produkten aus technisch getrocknetem Nadelholz zu erwarten ist, wenn sie im Innenraumbereich bzw. im nicht direkt bewitterten Außenbereich eingesetzt werden. Solche Produkte wären beispielsweise Balkenschichtholz, keilgezinktes Vollholz oder nicht verklebte Holzprodukte. Seit etwa 25 Jahren schon werden auch diese Produkte ohne Holzschutzmittel im Innenraumbereich und im nicht direkt bewitterten Außenbereich eingebaut, wenn bis zu drei Querschnittsseiten des Bauteils sichtbar sind. Trotz der scheinbar günstigen Zugangsverhältnisse für Insekten ist bei keinem dieser Holzbauwerke ein Befall bekannt geworden. Eine ergänzende Befragung von rund 800 Holzbaubetrieben durch verschiedene Verbände ergab das gleiche Resultat. Die aktuelle Feldstudie bestätigt die „Insektenunempfindlichkeit“ von Bauteilen aus technisch getrocknetem Holz im Innenraumbereich und im nicht direkt bewitterten Außenbereich ohne die Verwendung von Holzschutzmitteln. (Quelle: Informationsdienst Holz)