Die Bedeutung von DIN-Normen im Bauvertrag
Da es sich beim Bau eines Hauses um eine sehr weitreichende Entscheidung handelt, kommt der Gestaltung des Bauvertrags eine enorme Bedeutung zu.
Hierin sind in der Regel sehr viele Fachbegriffe wie z.B. DIN-Normen und anerkannte Regeln der Technik enthalten. Experten der Arbeitsgemeinschaft für Bau-und Immobilienrecht (Arge Baurecht) im Deutschen Anwaltsverein (DAV) geben aber zu bedenken, dass DIN-Normen häufig überholt und absolut keine Garantie für eine Bauweise nach dem aktuellen Stand der Technik sind. Diese Begriffe stehen nicht für Rechtsnormen oder feststehende Qualitätsstandards, sondern sind lediglich Empfehlungen für technische Regelungen.
Bis eine DIN-Norm als allgemeine Regel der Technik gilt, ist es oft ein langer Weg. Zunächst muss die Anerkennung von Fachleuten in Wissenschaft und Theorie vorliegen und dann muss sie sich auch in der Praxis bewährt haben.
Entsprechend der permanenten Weiterentwicklung und Verbesserung der Bautechnik ändern sich die Empfehlungen, was insbesondere auch in den Bereichen Schallschutz und Dämmung zutrifft.
Unter Berücksichtigung dieser Aspekte ist es für Bauherren empfehlenswert, den Vertragsinhalt von einem unabhängigen Bausachverständigen prüfen zu lassen, damit sichergestellt ist, dass er auch das Richtige bzw. technisch Bestmögliche bekommt. Ein technisch korrekter Vertragsinhalt und eine zeitgemäße Umsetzung sind unabdingbare Voraussetzungen für den Bau eines Hauses.
