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13.02.2012

Schall: 50er Jahre Haustrennwand verbessern

Wie kann einfach eine typische 50er Jahre Reihenhaustrennwand aus 24cm Hochlochziegeln schallschutztechnisch verbessert werden?

Hohllochziegel Wohnungstrennwand einschaligDie noch zur Zeit geltende DIN 4109 (Jahr 1989), ist veraltet und gibt baurechtlich keine Sicherheit. Die neue DIN für den Schallschutz ist noch nicht erschienen. Das derzeit einzuhaltende mindest Bauschalldämm-Maß von R´w beträgt 57 dB, für Haustrennwände bei Doppel- und Reihenhäusern. Die derzeit vorhandenen 24cm dicken Hochlochziegel, können vom Gewicht her schwer beurteilt werden. Wenn man von einem Steingewicht von 1,8 kg/cbm, sowie das die Wände einen beidseitigen 10mm Innenputz haben, könnte die Wand
ein Bauschalldämm-Maß von 53 dB erfüllen. Dies ist aber für heutige Anforderungen zu gering. Mit einer federnd aufgeklebten Vorsatzschale könnte sich der Wert auf R´wR = 57 dB verbessern. Die beste Wirkung hätte eine völlig entkoppelte Vorsatzschale welche frei, ca. 20 mm Abstand, montiert wird. Befestigung nur oben und unten! Die Hohlräume sollten dabei mit einem akustisch hochwirksamen Material, z.B. Steinwolle mit etwa 30 kg/cbm, gedämmt werden. Bei federnd montierten Vorsatzsatzschalen entscheidet hauptsächlich das Gewicht der montierten Platten. Am effektivsten eignen sich hier Gipsfaserplatten vom Typ Fermacell, einige am Markt befindlichen Platten sind sehr steif was sich schlecht auf den Schallschutz auswirkt. Mit einer optimalen federnden Vorsatzschalen kann ein Bauschalldämm-Maß von ca. 60 dB erreicht werden. Info: Das menschliche Gehör nimmt 8 dB als Verdopplung oder Halbierung des Lärmpegels war.