Trapezgaube
Diese Gaube verdankt ihren Namen ihrer trapezförmigen Bauform. In Ihrer Grunderscheinung gleich sie auch der Schleppdachgaube, jedoch sind die Gaubenseiten, oder auch Wangen genannt, geneigt. Mithilfe der schräg angeordneten Gaubenwangen entsteht ein sehr schönes und in sich harmonisches Gesamtbild. Hierdurch wird auch oft der Begriff „abgewalmte Schleppdachgaube“ verwandt.
Dachgauben dieser Art eignen sich eher für größere Dachflächen und können durch die ausgestellten Seiten für mehr Belichtung im Innenraum sorgen. Werden die Gaubenseiten mit geeigneter Neigung versehen, können hier auch Tondachziegel oder Betondachsteine als Eindeckung Verwendung finden. Dadurch lässt sich hier, gegenüber der Schleppdachgaube, die Dacheindeckung über die gesamte Dachgaube anwenden.
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Wissenswertes zur Trapezgaube
Die obere Dachfläche (Schleppdachfläche) ist geneigt, die Gaubenseiten (Walmfläche) in Neigung ausgestellt. Mit verschiedenen Neigungs-Kombinationen von Schleppdachfläche und Walmfläche kann das Gaubendach in der Draufsicht als Rechteck, Trapez oder Dreieck geometrisch erzeugt werden. Die Kehlen können mittels Kehlbohlen die auf die Hauptdachsparren liegen oder Kehlsparren, an denen die Sparren und Schifter anschließen konstruiert werden. Die Schleppdachsparren der Gaube liegen im Traufpunkt auf einen Gaubenrähm / Gaubenpfette auf, im Firstbereich schmiegen sie sich auf die Hauptdachsparren auf oder werden auf Pfetten, Wechsel mittels Klaue verbunden. Die Schifter der Walmfläche stoßen oben gegen den Schleppdachsparren und im Fußpunkt gegen die Kehle.
Trapezdachgaube oder Dachfenster?
Dachfenster kommen eigentlich nur aus Preisgründen in Betracht, sie sind erheblich günstiger und stehen eigentlich nicht im direkten Vergleich zu einer Gaube. Die Gaube hat zu den bekannten Vorteilen von Dachwohnfenster, wie Licht und Lüftung, noch viele weitere positive Eigenschaften wie Wohnraumschaffung und Ästhetik. Der Aufwand, der durch den Einbau einer Dachgaube wie Auswechslung, statische Verstärkungen etc. betrieben wird, wirkt sich circa um den Kostenfaktor 7-12 zugunsten der Dachfenster aus.
